12.Juni Hvammstangi - Reykjanes

Die Nacht war ziemlich stürmisch – starker Regen und teilweise heftiger Wind. Wir haben nicht sehr gut geschlafen. Es ist immer noch stark bewölkt und es ist unangenehm kalt.

 

Im Ort kaufen wir noch Schafswoll-Handschuhe und Stulpen. Wir machen noch einen Abstecher zum Hvitserkur, ein ca. 15m hoher ein Basaltfelsen der ein Nistplatz verschiedener Vogelarten ist.

 

Einer isländischen Sage nach soll es sich bei dem Felsen um einen Troll handeln, der von der Sonne versteinert wurde, als er das Kloster Þingeyrar mit Steinen bewarf. 1990 wurde eine isländische Briefmarke im Wert von 25 isländischen Kronen mit dem Motiv des Hvítserkur veröffentlicht. Die 711 ist eine gravel Road, die aber gut zu fahren ist.

 

 

Ein paar hundert Meter sehen wir Robben.

 

 

 

Nicht weit entfernt halten wir noch an der Festungsanlage Borgavirki, eine der wenigen bisher entdeckten Festungen in Island.

 

Die Festung stammt vermutlich aus dem 10. Oder 11. Jahrhundert und liegt in 177 m Höhe auf einem natürlichen Bollwerk aus Basaltsäulen zwischen dem See Vesturhópsvatn und dem Víðidalur. Die 10–15 m hohen Basaltsäulen bilden in sich schon einen festungsartigen Aufbau mit einer 5–6 m tiefen Senke in der Mitte und einer Öffnung nach Osten. Auf die Basaltsäulen hat man weitere Gesteinslagen von 1 bis 2 m Höhe und bis zu 30 m Länge aufgeschichtet.In der Mitte erkennt man Reste von ein bis zwei Hütten aus der Wikingerzeit.

 

Auf der 711 geht es weiter Richtung Süden, bis wir wieder die Ringstrasse erreichen. Kurz darauf biegen wir ab auf die 68, die Zufahrt zu den Westfjorden. Das Wetter ist leider immer noch stark bewölkt. Unser nächster Stop ist in Holmavik, hier schauen wir uns das Hexenmuseum an. Ganz witzig.

 

Unser nächstes Ziel ist Drangsnes , ein kleiner Ort mit knapp 70 Einwohnern. Das Wetter wird besser – blauer Himmel und Sonnenschein. Drangsnes hat einen genialen Hotpot direkt am Meer. Die Umkleidekabine ist auf der anderen Seite der Strasse, so dass man in Badeklamotten über die Strasse laufen muss. Aber dafür sind die 3 Becken einfach genial.

 

 

Nach einem ausgiebigen Bad, geht es auf der 61 Richtung Westen.

 

Am Hotel Reykjanes finden wir einen Campground. Wir sind wieder mal alleine.

 

 

Ein paar hundert Meter entfernt das Saltverk. Hier wird Salz nach einer zwei Jahrhundert alte Methode hergestellt. Davon haben wir im Fernsehen mal eine Reportage gesehen. Reykjanes hat eines der saubersten Meerwassers und auch heiße Quellen. Es wird während des gesamten Salzgewinnungsprozesses nur das 93° C heiße Geysirwasser verwendet. Die geothermische Energie ist die einzige Energiequelle die hier genutzt wird. Für die Herstellung wird das Wasser in sogenannten Wannen gepumpt. Diese Wannen werden mit dem Geysirwasser vorgeheizt. Es wird solange geheizt bs die Salzlake einen Salzgehalt zwischen 17-20% erreicht hat. Anschließend wird es gekocht bis weiße Kristalle auf der Oberfläche erscheinen und langsam auf den Boden der Wanne fallen. Die restliche Flüssigkeit lässt man anschließend abtropfen. Zum Schluss wird das Salz getrocknet und verpackt. Mehr dazu kann man unter www.salverk.com nachlesen.

 

Wir gehen rüber und kaufen Salz. Das Salz ist klasse,  das Birch Smoked Salt ist der Hammer. Das macht richtig süchtig – hätten wir nur mehr gekauft.

 

Nach dem Abendessen gibt’s noch ein Feierabendbier. Der Blick vom Auto aus ist toll – direkt auf das Fjord und dazu die Mitternachtssonne. Das kann was.

 

Hier noch die Fahrstrecke des heutigen Tages.